20 Jahre Bond Auktion (längste Auktion der Woche)
Kupon: 5-1/8%
Höchste akzeptierte Rendite: 5.204%
Zuteilungsquote zum höchsten akzeptierten Gebot: 65.58%
Ausgabepreis: 99.021288
Medianrendite: 5.147%
Niedrigste akzeptierte Rendite: 3.880%
Fälligkeit: August 15, 2046
Wettbewerbliche Gebote: $15,809,192,000
- Primärhändler: $1,974,395,000
- Direkte Bieter: $3,886,857,900
- Indirekte Bieter: $9,947,939,100
Nicht-wettbewerbliche Gebote: $190,844,500
FIMA-Gebote: $0
Bid-to-Cover Ratio: $40,419,216,500/$16,000,036,500 = 2.53
Fazit:
Die 20-jährige Auktion zeigt eine solide Nachfrage nach langlaufenden US-Staatsanleihen, allerdings weiterhin zu einem hohen Renditeniveau. Die höchste akzeptierte Rendite lag bei 5,204 % und damit über dem Kupon von 5,125 %. Der Ausgabepreis von 99,02 lag entsprechend leicht unter pari.
Mit einer Bid-to-Cover Ratio von 2,53 trafen rund 40,4 Mrd. USD an Geboten auf ein Angebot von 16 Mrd. USD – die Auktion war damit ordentlich überzeichnet.
Interessant ist vor allem die Verteilung der Zuteilung: Indirekte Bieter erhielten mit rund 9,95 Mrd. USD etwa 63 % der wettbewerblich vergebenen Anleihen. Direkte Bieter kamen auf rund 3,89 Mrd. USD bzw. 25 %, während Primary Dealer lediglich rund 1,97 Mrd. USD bzw. 12 % übernehmen mussten.
Fazit: Insgesamt eine solide Auktion mit guter Nachfrage, insbesondere von indirekten Bietern. Gleichzeitig macht eine Rendite von über 5,2 % für 20-jährige US-Treasuries deutlich, dass Investoren für lange Laufzeiten weiterhin eine hohe Verzinsung verlangen. Für den US-Staat bleibt die langfristige Refinanzierung damit teuer.
US-Daten:
Diese Woche war auf der Makro-Seite vergleichsweise wenig los. Die wenigen relevanten US-Daten lieferten allerdings ein gemischtes Bild: Während die Baugenehmigungen überraschend stark ausfielen, brachen die tatsächlichen Baubeginne deutlich ein. Die Building Permits stiegen im Juli auf annualisiert 1,443 Mio. und lagen damit auch über dem Juni-Wert von 1,374 Mio. Die Housing Starts fielen dagegen um 12,4 % gegenüber dem Vormonat auf 1,239 Mio.und lagen damit 13,5 % unter dem Vorjahresniveau.
Für die Fed ist das zunächst kein eindeutiges Signal. Der Rückgang der Baubeginne zeigt, dass die weiterhin hohen Finanzierungskosten Teile des zinssensitiven Immobiliensektors belasten. Gleichzeitig sprechen die deutlich höheren Genehmigungen gegen einen breit angelegten Einbruch der zukünftigen Bautätigkeit. Entsprechend dürften diese Zahlen allein kaum ausreichen, um den Zinspfad der Fed wesentlich zu verändern.
Der Spielraum für schnelle Zinssenkungen bleibt begrenzt. Solange die Inflation nicht überzeugend weiter fällt, dürfte die Fed eher länger restriktiv bleiben – mit dem Risiko weiterer Erhöhungen, sollte sich der Preisdruck erneut festsetzen. Gleichzeitig sprechen schwächere Bereiche wie der Wohnungsbau dafür, vorsichtig vorzugehen. Damit bleibt die Fed stark datenabhängig: